Donnerstag, 22. November 2018

Eco Print

Pflanzen, die sich gut eignen, sind Eukalyptusblätter (gibt es in Blumengeschäften), Zwiebelschalen, Rosenblätter, Geranien, Stiefmütterchen und das Laub vieler Bäume und Büsche wie Ahorn, Buche, Essigbaum, Sumac. Die Pflanzenteile werden ein paar Tage vor der Verwendung gepresst. Dabei ist es wichtig, sie in Plastik einzupacken, damit sie nicht austrocknen.


Montag, 12. November 2018

Färberapport

In einem Rapport werden alle an einer Färbung beteiligten Stoffe und Vorgänge schriftlich festgehalten. Dazu gehören die Ausgangsmaterialien – zu färbende Fasern und Färbedroge – wie lange was bei welcher Temperatur behandelt wurde; das Verfahren – Tauch- oder Kontaktfärbung – und die Temperatur; Beizstoffe und andere Hilfsstoffe, das Material des Behälters usw. Je mehr Details festgehalten werden, umso besser lässt sich eine Färbung später auswerten und eventuell wiederholen.

Hier ein Beispiel, in dem die Aufzeichnungen zu einer Färbung von Wollgarn mit Apfelbaumrinde mit Materialproben ergänzt sind. Das Wollgarn wurde partiell (auf der rechten Seite) direktem Sonnenlicht ausgesetzt.


Dienstag, 23. Oktober 2018

Färben mit Indigo

1289 wird der Farbname Indigo zum ersten Mal in der englischen Sprache festgehalten. Er wird für ein tiefes Blau verwendet, dass wohl durch die kupferartigen Reflexe der Farbstoffe warm wirkt. In Newtons Beobachtungen von einem Regenbogen entspricht es dem letzten erkennbaren Blauton bevor sich das Licht violett bricht.

Montag, 15. Oktober 2018

5 Entwickeln

Färbungen können im Nachhinein mit modifizierenden Substanzen eintwickelt werden. Dazu werden alkalische oder säuernde Hilfsstoffe und Metallsulfate verwendet.

Färbepflanzen

Fast jede Pflanze hat färbende Eigenschaften. Traditionelle Färbepflanzen färben kräftig und sind ähnlich licht- und waschecht wie synthetische Färbungen. Unter guten Bedingungen halten sie solange wie das gefärbte Textil.
    Farben mit sehr guter Haltbarkeit werden aus Reseda, Krapp, Indigo und Gerber-Akazie (Catechu, vor allem mit Kupfersalz) sowie aus Insekten wie Lac, Cochenille und Kermes gewonnen – mit guter Haltbarkeit aus Färberginster, Walnuss, Gallapfel (mit Eisensalz), Rabarberwurzeln, Dreiblättriger Salbei, Mönchspfeffer, Kreuzdorn, Javanisches Gelbholz – traditionelle, aber weniger lichtechte Färbepflanzen sind Färberkamille, Goldrute, Birke, Granatapfel, Morinda, Henna (mit Kupfersalz), Osagedorn, Brasilholz, Blauholz, Faulbaumrinde, Eichenrinde.

Aus essbaren Pflanzen, Blüten und Pflanzenfrüchten können eher keine dauerhaften Textilfärbungen entstehen. Sie werden zum Färben von Lebensmitteln verwendet.
    Küchenzwiebeln, Kurkuma, Sandelholz, Saflor, Brennnessel, Avocadoschalen, Schwarztee, Löwenzahnblätter, Annattosamen, Heidelbeeren, schwarze Bohnen, Karrottengrün, Ligusterblätter, Rotkohl, Holunder, Attich, Frauenmantel, Thymian-Gewächse, Salbei, Rosmarin.

Farbstoffe extrahieren

Farbstoffe sind in einer Pflanze mit Hilfe von Zucker gebunden. Um die Farbstoffe aus den Pflanzen zu extrahieren, separiert man diese Verbindungen in Wasser – in manchen Fällen auch in Alkohol. Die Farbstoffe schwimmen dann gelöst im Farbsud, die Pflanzenteile werden ausgesiebt und der Farbsud mit Wasser im Farbbad verdünnt.

Farbstoffe

Hauptgruppen von Farbstoffe mit waschfesten und lichtechten Färbeergebnissen